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Dienstag 08. 04. 2008
News
Niederlage gegen Schwedt besiegelte den Abstieg
von Frank Hoppe

Der SC Schwedt war für uns eine Nummer zu groß und wir unterlagen mit 2½:5½. Da Motor Eberswalde - übrigens unser bisher einziger Erfolg in der Landesklasse (in Runde 1 6:2) - gegen Kirchmöser ebenfalls nicht gewinnen konnte (3½:4½), ist unser sofortiger Abstieg in die Regionalliga besiegelt. Trotz zweier starker Neuzugänge, Frank Hoppe und David Schmidt, konnten wir in der zweithöchsten Brandenburger Spielklasse nichts bestellen. Neben der sehr unausgeglichenen Mannschaftsaufstellung - das Spielstärkegefälle ist bei unserem kleinen Verein sehr groß - konnte der großartig von Super-Mario eingekaufte Zugang aus Berlin nicht überzeugen. Hoppe begann zwar gut mit 3 aus 4, hat aber in diesem Jahr noch kein Bein auf den Boden gebracht: ½ aus 4. Ausgerechnet im wichtigen Duell bei Potsdam-Mitte begann seine Seuche und die Mannschaft unterlag unglücklich 3½:4½. Und zum Saisonende verläßt die Ratte das sinkende Schiff und kehrt zum alten Verein SV Berolina Mitte zurück - bei dem einst auch Super-Mario jahrelang spielte.



Die Polen-Troika



Das Duell gegen Schwedt wurde geprägt von unserem vierten Brett Pape. Als ihm die Partie zu entgleiten drohte, kam er auf die geniale Idee, die Wirtin das Brett unter (Kaffee-)Wasser setzen zu lassen. Vor der Wiederaufnahme der Partie vergaß er dann leider, die Stellung etwas zu seinen Gunsten zu verändern.





Grandios Rolf Horn am zweiten Brett! Gegen einen aus der polnischen Troika kam er nie in Verlustgefahr. Bereits in der Eröffnung bekam er großen Entwicklungsvorteil. Seinen Gegner stempelte er nach der Partie zum 1700er ab und wollte garnicht glauben, als ich ihm sagte, der hätte eine 2200.



Ebenso bemerkenswert die Leistung von Thomas Gurack. Sein Gegner wollte nicht in Thomas' Königsstellung reinopfern, blieb mit dem eigenen König im Zentrum und stand dort bald sehr unsicher. Thomas sammelte inzwischen einen Bauern nach dem anderen ein und weil er kein Matt mit seiner D+T-Kombination fand, tauschte er die Dame einfach ab. Das Doppel- und später Einfachturmendspiel war für Klaus Tenner kein Grund aufzugeben, auch wenn er eine Handvoll Bauern weniger hatte. Da hat wohl jemand zuviel Spaß gehabt und wollte die Niederlage nur richtig auskosten.



Für reichlich Gesprächsstoff sorgte die Partie an Brett 5 zwischen Super-Mario und Dieter Jahr. Der Schwedter, der vor einigen Jahren wegen einer erfundenen DWZ-Auswertung für negative Schlagzeilen sorgte und aus dem LSBB praktisch rausgeworfen wurde, gab ständig Weisheiten aus seiner langen Funktionärskarriere von sich. "Schreibpflicht bis 3 Minuten vor Blättchenfall!" meinte er an Mario gewandt, oder "Blitzlicht nur in den ersten 15 Minuten nach Turnierbeginn erlaubt" an mich gewandt, als ich gerade das gewässerte Formular von Pape ablichtete. Wenigstens lächelte Jahr anschließend noch und ich nahm die Belehrung etwas lockerer. Die Retourkutsche folgte bald. Jahr stellte nämlich - obwohl noch mit reichlich 40 Minuten Bedenkzeit gesegnet - das Mitschreiben ein und versuchte Marios Zeitnot gnadenlos auszunutzen. Meinen Einwurf, das bis fünf Minuten vor Blättchenfall generell Schreibpflicht besteht, wischte er mit der Bemerkung vom Tisch, das nach der Zeitkontrolle keine Schreibpflicht mehr bestünde. Er war der Ansicht, es müßte nur mitgeschrieben werden, um eine bestimmte Zuganzahl nachzuweisen (z.B. 40 Züge in zwei Stunden). Nach einer lautstarken Diskussion ließ er sich schließlich doch überzeugen. Es hätte mich auch gewundert, das ein so verdienter Funktionär, so wenig Ahnung von den Regeln hat.



Thomas Gurack wird gleich mit Dd6+ die Damen tauschen.



Partien nachspielen



Landesklasse Nord



 Doppelbauer Woltersdorf   2½:5½ SC Schwedt
1 2075 Frank Hoppe 0:1 FM Mateusz Bronowicki 2303 1
2 1952 Rolf Horn 1:0 Maciej Skrzypnik 2210 2
4 1985 Michael Altmann 0:1 FM Andrzej Modzelan 2188 3
5 1855 Andreas Papendieck 0:1 Henry Tenner 1937 4
6 1818 Mario Janik 0:1 Dieter Jahr 1945 5
7 1793 Lieven Uckrow ½:½ Wilfried Heise 1786 6
11 1618 Thomas Gurack 1:0 Klaus Tenner 1696 7
13 1445 Heiko Gundlach 0:1 Hartmut Sy 1598 8


   1 SG Lok Brandenburg I     14:2  38,5
2 SV Roch. Potsdam West I 13:3 39,5
3 SC Schwedt 12:4 35,5
4 SC Oranienburg I 10:6 40,5
5 SC Schwante I 10:6 34,5
6 USV Potsdam II 7:9 30,0
7 ESV Kirchmöser 6:10 29,5
8 Potsdamer SV Mitte II 5:11 25,5
9 Doppelbauer Woltersdorf 2:14 25,0
10 SV Motor Eberswalde I 1:15 21,5


Regionalklasse Ost - Finalrunde



  SV Preußen Frankfurt III  3½:3½ Doppelbauer Woltersdorf II
2 1690 Mykhaylo Efros -:- Hartmut Oswald 1632 1
3 1484 Uwe Hankel 0:1 Thomas Krüger 1574 2
4 1526 Dieter Kusche 0:1 Torsten Rehbein 1470 4
6 1542 Christian John 1:0 Grit Lemke 1427 6
7 1381 Andreas Winkler +:- Doreen Doß 1412 7
8 1376 Manfred Kohlmeyer 1:0 Christoph Jacob 1402 8
10 1375 Karl-H. Beuschel ½:½ Antje Lehmann 1294 9
14 1505 Klaus Thiel -:+ Holger Vogel ---- 10


  1 SG Gaselan Fürstenwalde    8:0 19,5
2 SV Preußen Frankfurt III 5:3 17,5
3 SV Briesen 4:4 19,5
4 KSC Strausberg 3:5 15,5
5 Doppelb. Woltersdorf II 1:7 12,5
6 FSV Germania Storkow 90 1:7 10,5
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Samstag 15. 03. 2008


Training am Gründonnerstag !
von Mario Janik

Traditionell, wie auch bei den letzten Osterfesten, findet unser Trainingsabend auch in diesem Jahr am Gründonnerstag in den gewöhnten Räumen statt.Auslachen
2 Kommentare


Sonntag 09. 03. 2008
News
Doppelbauer in Schwante klar unterlegen
von Frank Hoppe

Guter Dinge fuhren wir nach Schwante in Nordbrandenburg, um die vielleicht
letzte Chance wahrzunehmen, wichtige Punkte einzusammeln, um die Abstiegsplätze
zu verlassen.

Schwante spielte nahezu in Bestbesetzung - ohne die Strohpuppe an Brett 1 und
mit dem Berliner Topzugang Rainer Hoffmann, der am letzten Brett alles wegputzt,
was sich ihm in den Weg stellt. So war die Null von Hartmut von vornherein
eingeplant und die anderen Sieben müßten das irgendwie wieder ausgleichen. Es
begann aber denkbar schlecht. Lieven brachte ein nicht nachvollziehbares
Bauernopfer in der Eröffnung, das ihn von einer Verlegenheit in die andere
stürzte. Bis zum 1:0 für Schwante war es da nicht mehr weit.

Meister Hoppe, der in diesem Jahr noch keine Bäume ausriß, verspürte wenig
Lust auf einen erneuten Mißerfolg. Er nahm den Spatzen in der Hand und
"zwang" seinen Gegner zum Remisangebot. Der hatte für 43 Züge 90
Minuten verbraucht, wozu auch zwei Zigarettenpausen gehörten. Er wirkte
sichtlich genervt angesichts des atemberaubenden Spieltempos von Hoppe - 14
Minuten Bedenkzeitverbrauch.

Hoffmann erhöhte an Brett 8 auf 2½:½. Hartmut hatte tapfer einen
Mehrbauern verteidigt und festgehalten. Ein unbedachter Läuferzug ermöglichte
dem Schwanter Neuzugang die Abwicklung in eine Gewinnstellung.

Harry "hol den Wagen" Nöske konnte umgehend auf 1½:2½
verkürzen. Hoffnung keimte noch einmal auf. Doch Pape, der eine Figur ins
Geschäft gesteckt hatte und vergeblich versuchte, diese wiederzubekommen,
stellte den alten Zweipunktevorsprung der Gastgeber wieder her.

Drei Partien liefen noch. David stand bedenklich und Remis war wohl das
Äußerste, auf das er noch hoffen durfte. Mario stand mit zwei Mehrbauern auf
Gewinn und Michael hatte einen Läufer ins Geschäft gesteckt um den
gegnerischen König aufs Korn zu nehmen. Jetzt noch wenigstens 2½ Punkte zu
machen, wäre sensationell gewesen.

Nach dem Damentausch verflüchtigte sich der Angriff von Michael ins Nichts
und der Gegner sackte sich locker den Punkt ein. Davids erfahrener Gegner
erhöhte auf 5½:1½. Nur Mario sorgte noch für Schadensbegrenzung.

In der Tabelle liegen wir weiter auf einem Abstiegsplatz. Zum Glück verlor
auch Kirchmöser und wir könnten in der letzten Runde im direkten Duell noch
den Klassenerhalt schaffen.

Partien nachspielen

Landesklasse Nord


SC Schwante               5½:2½ Doppelbauer Woltersdorf
2 1966 Volkmar Weiß ½:½ Frank Hoppe 2098 1
3 1943 Klaus-D. Heckert 1:0 David Schmidt 1860 3
4 1864 Wolfgang Meier 1:0 Michael Altmann 1985 4
5 1812 Stefan Kayser 1:0 Andreas Papendieck 1855 5
6 1740 Manfred Grabara 0:1 Mario Janik 1818 6
8 1643 Frank Wessel 1:0 Lieven Uckrow 1793 7
9 1605 Peter Krüger 0:1 Harald Nöske 1653 8
18 2036 Rainer Hoffmann 1:0 Hartmut Oswald 1632 9

1 SG Lok Brandenburg I 12:2 34,0
2 SV Roch. Potsdam West I 11:3 33,0
3 SC Oranienburg I 10:4 37,0
4 SC Schwedt 10:4 30,0
5 SC Schwante I 8:6 29,0
6 USV Potsdam II 7:7 27,5
7 Potsdamer SV Mitte II 5:9 24,0
8 ESV Kirchmöser 4:10 25,0
9 Doppelbauer Woltersdorf I 2:12 22,5
10 SV Motor Eberswalde I 1:13 18,0

Regionalklasse Ost - Finalrunde

Doppelbauer Woltersd. II  2½:5½ SV Briesen
2 1574 Thomas Krüger ½:½ Olaf Budach 1687 1
4 1470 Torsten Rehbein ½:½ Volker Heinrich 1518 2
5 1445 Heiko Gundlach 1:0 Mirko Lehmann 1395 3
6 1427 Grit Lemke 0:1 Daniela Heinrich 1430 4
7 1412 Doreen Doß 0:1 Philipp Heinrich 1182 8
8 1402 Christoph Jacob 0:1 Anja Fritsche 1221 9
9 1294 Antje Lehmann ½:½ René Kieseling 1232 12
10 ---- Holger Vogel -:+ Marco Belling 1099 17



Brett 8, 7 und 5: Hartmut, Harry und Mario



Brett 3 und 4: Michael und Pape



König Mario



Harry nachdenklich: "Mein Sieg wird wohl nicht reichen"



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